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Geschichte


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Die Geschichte von Wardance beginnt im August 1986 in einer Gartenlaube im beschaulichen Herxheim i.d. Pfalz.

Die Band um die damals 15jährige Sängerin Sandra Schumacher sind bis in die Haarspitzen ihrer Mähnen motiviert und so gibt die Band - noch unter dem Namen Destroyer – nur ein halbes Jahr später ihr Konzertdebüt. Schnell avanciert der Fünfer zu einer lokalen Berühmtheit.

Inspiriert durch den Anthrax-Song „Indians“ ändert die Band ihren Namen in Wardance und veröffentlicht 1988 die auf eigene Kosten produzierte Mini-LP „Crucifixion“.

Trotz - oder vielleicht gerade wegen - des geschmacklich grenzwertigen Covers ist dieses Stück Vinyl inzwischen zu einem Sammlerstück geworden. Die Band wird über die Grenzen hinaus zum Insider-Tipp und spielt im Sommer 1989 in der seinerzeit noch existierenden DDR.

  Wardance, August 1987

Der kraftvolle Speedmetal und die einzigartige Stimme von Sandra Schumacher wecken das Interesse von Charly Rinne, dem ehemaligen Chefredakteur der Zeitschrift Metal Hammer und Inhaber der Plattenfirma No Remorse Records. Er nimmt Wardance unter Vertrag und schickt sie 1989 erneut ins Studio.
Für „Heaven is for Sale“ kann man den Warlock-/ Doro-Gitarristen Rudy Graf als Gastmusiker gewinnen, der mit seinen lässigen Soli mehrere Songs veredelt.

Um die musikalische Weiterentwicklung der Band zu dokumentieren, werden zwei Songs des Debüts „Crucifixion“ neu eingespielt und auch vor der Adaption von Speedmetal-fernen Fremdkompositionen hat die Band keine Scheu, wie sie mit „House of the Rising Sun“ von The Animals eindrucksvoll beweist.

  

Im Februar 1990 erscheint „Heaven is for Sale“ und das grandiose Cover-Artwork von Andreas Marshall (berühmt durch seine Arbeiten für Blind Guardian, Hammerfall und U.D.O.) sorgt für weiteres Aufsehen. Die Band lässt mit ihrer zweiten Veröffentlichung den Status des Lokalmatadoren endgültig hinter sich und bereist bei Konzerten auch das europäische Ausland. Overkill, Blind Guardian, Tankard, Living Death… die Liste der bekannten Bands mit denen Wardance die Bühne teilt ist lang und die Pfälzer können immer wieder das Publikum auf ihre Seite ziehen.

Die Voraussetzungen für ein drittes Album scheinen vielversprechend. Doch wie so oft in langjährigen Beziehungen, gehen Inspiration und Reiz irgendwann verloren. Die vielen Proben und Konzerte fordern ihren Tribut und die Musiker verzetteln sich in persönlichen Animositäten. Im Spätjahr 1991 trennen sich Wardance.

Drei Jahre später wagt die Band einen Neuanfang. Doch das Besetzungskarussel dreht sich und schließlich sind vom Line-Up der späten 80er Jahre noch Sandra Schumacher und Markus Wawersich dabei. Der frische Wind und der Enthusiasmus der hinzugekommenen Musiker gibt Wardance neuen Auftrieb und man begibt sich für die Aufnahmen des Demos „Dance to the Beat of Life with the Spirit of Youth“ ins Studio. Neben Kompositionen der neuen Formation  wurde mit „Die unendliche Geschichte“ auch ein unveröffentlichtes, deutschsprachiges Stück der Ur-Besetzung eingespielt.

Doch ein langwieriger Rechtsstreit mit der Produktionsfirma des Demos bremst die Aktivitäten, bringt die Band in finanzielle Schwierigkeiten und setzt 1996 den Schlusspunkt unter die Geschichte von Wardance.

Wardance 1995
Markus Wawersich, Michael Leiner, Karsten Schulz, Georg Michaelis, Sandra Schumacher